Finanzen & Compliance

Neukunden prüfen – mit Beleg für die Aufsicht.

Lena prüft Kundenakte, Handelsregister, Transparenzregister und Sanktionslisten gegen das Geldwäschegesetz. Sie zeigt, wo ihr genauer hinsehen müsst – jede Aussage mit Quelle.

Das Problem

Jede Quelle wirkt harmlos – erst zusammen zeigt sich das Risiko.

Kundenakte, Handelsregister, Transparenzregister, Sanktionslisten und das Geldwäschegesetz: Für jede Kundenprüfung führt ihr alles von Hand zusammen. Und wenn Aufsicht oder Revision fragen, warum ihr den Kunden aufgenommen habt, muss die Begründung nachvollziehbar sein.

Die Frage

Ihr fragt Lena – in einem Satz.

Statt Auswertungen zu bauen, fragt ihr einfach. Lena zeigt, was geprüft wird – Schritt für Schritt, über alle Quellen.

Die belegte Antwort

Jeder Befund kommt mit Fundstelle.

Jede Aussage nennt die Quelle, aus der sie stammt. Was sich nicht belegen lässt, markiert der Agent als offen.

Der nächste Schritt

Lena bereitet vor – ihr gebt frei.

Lena bereitet den nächsten Schritt vor. Ausgeführt wird er erst, wenn ihr ihn freigebt.

Hallo, ich bin Lena – eure KI-Agentin für Finanzen & Compliance. Ich behalte eure Systeme im Blick und melde mich, wenn etwas auffällt.
Mir sind heute vier Signale aufgefallen – jedes für sich unauffällig:
Signale · heute
SharePointKundenakte Nordwerk Logistik
c:node GraphHandelsregister: HRB 48213
c:node GraphHolding außerhalb der EU hält 62 %
c:node GraphÄhnlicher Name auf EU-Sanktionsliste
@Lena, können wir die Nordwerk Logistik GmbH als Neukunden aufnehmen – sauber nach Geldwäschegesetz?
Ich prüfe alle Quellen:
  • Kundenakte gelesen (4 Dokumente)
  • Firma, Sitz und Registernummer mit dem Handelsregister abgeglichen
  • Wirtschaftlich Berechtigte im Transparenzregister ermittelt
  • EU-Finanzsanktionsliste abgeglichen
  • Pflichten nach GwG §§ 10, 15 geprüft
Aufnahme möglich – aber nur mit verstärkter Prüfung.
  • Firma, Sitz und Registernummer stimmen mit dem Handelsregister überein
  • Holding außerhalb der EU hält 62 % – wirtschaftlich Berechtigte bis zur natürlichen Person klären, verstärkte Prüfung (§§ 10, 15 GwG)
  • Ähnlicher Name auf der EU-Finanzsanktionsliste (84 %, anderes Geburtsjahr) – vermutlich eine Verwechslung, vor der Aufnahme klären
Kundenakte S. 1–3Handelsregister · HRB 48213TransparenzregisterEU-FinanzsanktionslisteGwG §§ 10, 15
Ich habe den nächsten Schritt vorbereitet:
Entwurf · Rückfrage an Nordwerk + verstärkte Prüfung
Rückfrage an die Nordwerk Logistik GmbH: Nachweise zur Holding und zu den wirtschaftlich Berechtigten bis zur natürlichen Person sowie das Geburtsdatum des Geschäftsführers, um den Sanktions-Treffer zu klären. Der Fall ist für die verstärkte Prüfung angelegt.
FreigebenBearbeitenNichts geht ohne Freigabe raus

Beispielfall mit Beispieldaten · Rechtsgrundlagen echt · keine Rechtsberatung.

c:node Research · Finanzen & Compliance

Warum Kundenprüfungen nach Geldwäschegesetz so viel Handarbeit sind — und wie nachvollziehbare KI jeden Schritt belegt.

Lesezeit ~6 MinGrundlage 10 Quellen, verifiziertThema Geldwäsche & Kundenprüfung (KYC)Ansatz belegt mit Quelle · on-prem möglich
Arbeitsplatz mit Unterlagen und Auswertungen
Abb. 0 · Eine Kundenprüfung stützt sich auf Kundenakte, Register, Sanktionslisten und Gesetz — das Risiko zeigt sich erst, wenn man sie verbindet.
Kurzfassung

Wer einen Neukunden aufnimmt, muss nach dem Geldwäschegesetz wissen, mit wem er es zu tun hat, wem die Firma gehört und ob ein erhöhtes Risiko besteht. Die Antworten liegen verstreut: in der Kundenakte, im Handelsregister, im Transparenzregister, auf Sanktionslisten und im Gesetz selbst. Dieser Beitrag zeigt mit Quellen, warum Checklisten und allgemeine KI hier an Grenzen stoßen — und wie c:node die Quellen verbindet, jeden Befund belegt und einen Prüfpfad für Aufsicht und Revision hinterlässt.

1 Das Problem: Die Signale liegen in vielen Datentöpfen.

Das Geldwäschegesetz verlangt bei jeder neuen Geschäftsbeziehung allgemeine Sorgfaltspflichten: den Vertragspartner identifizieren und klären, wer wirtschaftlich hinter ihm steht — bis zur natürlichen Person.1 Stellt ihr ein höheres Risiko fest, gelten verstärkte Sorgfaltspflichten, etwa bei Bezug zu Drittstaaten mit hohem Risiko.2 Die nötigen Angaben liegen an vielen Orten: Firma und Sitz in der Kundenakte und im Handelsregister, die wirtschaftlich Berechtigten im Transparenzregister,3 Namen auf der konsolidierten EU-Finanzsanktionsliste.4 Jede Quelle für sich wirkt harmlos. Erst zusammen zeigen sie, ob ihr genauer hinsehen müsst. Und später fragen Aufsicht oder Revision: Warum habt ihr diesen Kunden aufgenommen?

2 Warum Checklisten und generische KI das nicht sicher lösen.

Eine Checkliste in Excel hält fest, dass geprüft wurde — aber nicht, was die Quellen zusammen ergeben. Wer Register und Listen von Hand abfragt, kopiert Ergebnisse von einem Fenster ins nächste, und der Zusammenhang geht verloren. Und ein KI-Chatbot? Das US-Normungsinstitut NIST hält fest, dass erfundene Aussagen bei solchen Modellen bauartbedingt sind.5 Ohne Zugriff auf eure Kundenakte und die Register kann ein allgemeines Modell den konkreten Kunden ohnehin nicht prüfen. Selbst wenn die KI echte Dokumente durchsucht, sinkt die Fehlerquote nur, sie verschwindet nicht.6 Für eine Entscheidung, die ihr gegenüber der Aufsicht begründen müsst, reicht das nicht.

3 Der Ansatz: Kunde, Register, Sanktionslisten und Gesetz in einem Graphen.

c:node verbindet eure Kundenakte mit dem c:node Graph — Handelsregister, Transparenzregister, Sanktionslisten und Geldwäschegesetz als Netz aus Punkten und Kanten: ein Wissensgraph. Diese Kombination aus Mustererkennung und fest geprüften Regeln nennt die Forschung neuro-symbolische KI; sie liefert Antworten, die man begründen und nachvollziehen kann.7 Über den Graphen denkt c:node mehrere Schritte weit — Kunde → Holding → Geschäftsführer → Eintrag auf der Sanktionsliste —, was einfache Textsuche nicht leistet.8 Jeder Schritt bleibt an seine Quelle gebunden.

:node Graph— Kundenprüfunglive
Quelle (API)EntitätTrefferRegel / Nachweis
Knoten aktiv · Kanten feuern in Echtzeitpro Mandant isoliert · wächst mit jeder Prüfung
Abb. 1 · Kundenakte, Register und Sanktionsliste verbinden sich über die Holding zum offenen Treffer. c:node feuert den Pfad — jeder Schritt bleibt an seine Quelle und an die Rechtsgrundlage im Geldwäschegesetz gebunden.

4 In der Praxis: aus verstreuten Quellen wird eine begründete Entscheidung.

Dieselbe Frage, für die ihr heute Register und Listen einzeln abfragt, beantwortet c:node in einem Durchgang — und legt jede Aussage offen:

Können wir die Nordwerk Logistik GmbH als Neukunden aufnehmen – sauber nach Geldwäschegesetz?

Aufnahme möglich – aber nur mit verstärkter Prüfung. Firma, Sitz und Registernummer stimmen mit dem Handelsregister überein. 62 % der Anteile hält eine Holding außerhalb der EU: Wem die Firma letztlich gehört, müsst ihr bis zur natürlichen Person klären. Ein Geschäftsführer der Holding ähnelt einem Eintrag auf der EU-Finanzsanktionsliste (84 % Namensübereinstimmung, anderes Geburtsjahr) – vermutlich eine Verwechslung, aber vor der Aufnahme zu klären. Empfehlung: verstärkte Prüfung starten und die Rückfrage an den Kunden vorbereiten.
KundenakteHandelsregisterTransparenzregisterEU-SanktionslisteGwG §§ 10, 15

5 Prüfbar für Aufsicht und Revision — und souverän.

Das Geldwäschegesetz verlangt, die bei der Kundenprüfung erhobenen Angaben und das Ergebnis der Risikobewertung aufzuzeichnen und in der Regel fünf Jahre aufzubewahren.9 c:node hinterlegt jeden Befund mit Quelle und Rechtsgrundlage. So entsteht ein Prüfpfad, den ihr der Aufsicht, etwa der BaFin, oder der Revision zeigen könnt — ohne das Innere des Modells offenzulegen. Die Entscheidung trifft weiter euer Team; c:node bereitet sie vor. Ab dem 10. Juli 2027 gilt zudem weitgehend die EU-Geldwäscheverordnung (EU) 2024/1624 unmittelbar in allen Mitgliedstaaten;10 neue Pflichten bindet ihr im Graphen an, statt Checklisten neu zu bauen. Und weil c:node in der EU-Cloud oder auf euren Servern läuft, bleiben Kundendaten in der EU oder in eurem eigenen Rechenzentrum.

Kurz gesagt: Das Risiko steckt nicht in einer Quelle, sondern in ihrer Verbindung. c:node stellt sie her — und macht aus verstreuten Registerauszügen eine begründete Entscheidung, die ihr der Aufsicht zeigen könnt. So entscheidet ihr schneller und besser begründet über neue Kunden.

Quellen

  1. Geldwäschegesetz (GwG) § 10 — Allgemeine Sorgfaltspflichten: Identifizierung des Vertragspartners und des wirtschaftlich Berechtigten. gesetze-im-internet.de…
  2. Geldwäschegesetz (GwG) § 15 — Verstärkte Sorgfaltspflichten bei höherem Risiko. gesetze-im-internet.de…
  3. Geldwäschegesetz (GwG) § 20 — Angaben zu den wirtschaftlich Berechtigten für das Transparenzregister. gesetze-im-internet.de…
  4. Europäische Kommission — Konsolidierte Liste der Personen, Gruppen und Organisationen, gegen die EU-Finanzsanktionen verhängt wurden. finance.ec.europa.eu…
  5. NIST, Artificial Intelligence Risk Management Framework: Generative AI Profile (NIST AI 600-1), 2024 — erfundene Aussagen sind bauartbedingt. nvlpubs.nist.gov…
  6. MEGA-RAG (Multi-Evidence RAG) — Nachschlagen senkt erfundene Aussagen um über 40 %, beseitigt sie aber nicht. PMC12540348, 2025. ncbi.nlm.nih.gov…
  7. Hitzler et al. (Hrsg.), Handbook on Neuro-symbolic AI and Knowledge Graphs, IOS Press, 2025. iospress.nl…
  8. GraphRAG-Bench — graphbasierte KI ist beim mehrstufigen Schlussfolgern der reinen Textsuche überlegen. arXiv:2506.02404, 2025. arxiv.org…
  9. Geldwäschegesetz (GwG) § 8 — Aufzeichnungs- und Aufbewahrungspflicht, in der Regel fünf Jahre. gesetze-im-internet.de…
  10. Verordnung (EU) 2024/1624 vom 31. Mai 2024 (EU-Geldwäscheverordnung, AMLR) — gilt weitgehend ab dem 10. Juli 2027. eur-lex.europa.eu…

Die Quellen stützen die Prinzipien (Grenzen generativer KI, Nachschlagen senkt Fehler, neuro-symbolischer Ansatz, mehrstufiges Schlussfolgern) und die Rechtsgrundlagen (Geldwäschegesetz, EU-Finanzsanktionsliste, EU-Geldwäscheverordnung). Namen, Registernummer und Zahlen im Live-Graph und im Beispiel-Dialog sind Beispieldaten, keine realen Fälle. Dieser Beitrag ist keine Rechtsberatung.

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